Diese Reise wir durch Huarpes Expeditiones veranstaltet – Kontakt und nähere Infos www.huarpes-expediciones.com
Expedition mit Pferd und Muli in die argentinischen Anden, ein Angebot für Individualisten
Es gibt sie noch, die Gegenden mit dem Charme der Unschuldigkeit, viele Tagesritte groß, kaum von Menschen genutzt, ohne Hinweise geschweige Schutzhütten, fast wie vergessen.
Eine davon liegt inmitten der argentinischen Anden, beidseits des 32. Breitengrades. Die Gletscher des Mercedario Massivs mit seinen 6770 Metern, spenden das ganze Jahr bestes Trinkwasser, in dieser ansonsten nahezu niederschlagsfreien Region.
Die Hochebenen dazwischen vermitteln spürbar die Weite und Mächtigkeit der Natur.
Temperaturbandbreiten von über 30°C am Tag bis unter den Gefrierpunkt in der Nacht sind üblich. Die Guanakos, in Herden bis zu hundert Tieren oder auch als Einzelgänger sowie Kondore weit oben im Himmel sorgen für etwas Bewegung. Der Abdruck einer Pumapfote im Ufersand ist dann nicht mehr weit.
Das junge Gebirge der Anden ist ungeordnet, noch ist nicht alles von Wind und Wetter abgetragen. Die Mineralien zeigen noch Farbe, die Basaltsäulen oder der gelbe Schwefel daneben könnten erst gestern entstanden sein.
Nach zwei, drei Tagen im Sattel eines Pferdes oder Muli, entlang am Ufer von schäumenden Bächen, über bis zu 4.500 m hohe Pässe und durch die Hochebenen, ist die beengende Zivilisation zugunsten dem Gefühl von ’mehr Freiheit’ in den Hintergrund getreten. Die Tagesetappen werden weitgehend von der Verfügbarkeit von Weideflächen vorgegeben.
So haben wir es erlebt. Seit drei Jahren wohnen wir die meiste Zeit des Jahres vor diesen Bergen in der Oase Barreal und haben noch viele Pläne. Fabian, unser Führer, lebt mit seiner Familie seit Generationen vor Ort. Er ist ortskundig, zuverlässig und verantwortungsbewusst. Für ihn haben seine Pferde und Mulis einen höheren Stellenwert als ein Auto, einer der wenigen. Ganz wichtig, er ist ein begnadeter Koch und zaubert am offenen Feuer morgens und abends das notwendige, kräftige Essen. Mit seiner kleinen, jungen Firma Huarpes Expetitiones zeigt er den etablierten Agenturen mit individuellen Lösungen die Stirn.
Man kann zwar nicht die Freiheit, aber den Weg dahin buchen, und wir können dabei helfen.
Drei Tourenvorschläge:
Das Valle Colorado ist eine Tour, die viele Eindrücke in vier Tagen vermittelt. Entlang dem gleichnamigen Rio vorbei an vielfarbigen Hängen und Gesteinsformationen bis zum Talschluss unterhalb der mächtigen, stark vergletscherten Südflanke des Mercedarios. Bei schwierigen Passagen, wie steilen Hängen oder stark verblockten Bachquerungen, werden die Tiere geführt. Die Schönheit des Tales haben vor vielen Jahren die Huarpes Indianer entdeckt. Die einstigen Wohnhöhlen oberhalb der feuchten Wiesen können besichtigt werden.
Auf den Spuren San Martins nach Chile. Vor fast 200 Jahren ist der große Feldherr San Martin mit 2.000 Soldaten und 10.000 Pferden und Mulis über die Anden zur entscheidenden Schlacht nach Chile gezogen. Wohl eine der größten logistischen und alpinen Leistungen überhaupt. Sie können diese siebentägige Route über den 4.500 Meter hohen Paso Espinacito nach Chile nachvollziehen. Die Kombination aus hochalpiner Welt und großer Geschichte ist nicht zu überbieten. An der Grenze, auf dem Paso del Honda, übernimmt sie ein chilenisches Team und bringt Sie nach Putaendo mit viel Architektur aus der Kolonialzeit der Spanier. Ein Platz zum erholen und weitere Pläne zu schmieden.
Rund um den Balkon der Sechstausender, eine anspruchsvolle 12-tägige Tour mit viel Einsicht und Aussicht. Die Route kann in drei Segmente eingeteilt werden. Zur Kupfermine nach El Pachon, den Weg, den der Deutsche F. Kühn vor 100 Jahren zur Vermessung des Gebietes benutzt hat und Teile der Route von San Martin. Der Aconcagua, kaum 80 km entfernt, zeigt sich von seiner schönsten Seite. Je nach Wasserstand und Schneelage muss die Route permanent angepasst werden. Hier kommt die Erfahrung von Fabian und seinem Team voll zum Tragen.
Natürlich können weitere Touren individuell zusammengestellt werden.
Voraussetzungen:
Höhenverträglich, schwindelfrei, Gefallen an Einsamkeit und an Nächten unter freiem Himmel oder im Zelt, risikobereit, mithelfen und improvisieren, Sitzfleisch für sieben Stunden im Sattel.
Reisezeit:
Wir bewegen uns in der südlichen Hemisphäre. Dementsprechend ist die beste Reisezeit von Mitte November bis Anfang März. Sehr wohl können aber Schneelage und Wasserstand die Machbarkeit und finale Routenführung beeinflussen.
Anreise:
Der Ausgangspunkt Barreal, in der Provinz San Juan, liegt gleichermaßen 200 km von den Provinzhauptstädten San Juan und Mendoza entfernt. Die Koordinaten S 31° 39.535 W 69° 29.493. Unterkünfte von gehoben bis einfach sowie Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf stehen ausreichend zur Verfügung.
Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, kann befristet die vier Räder gegen vier Hufe tauschen. Das Auto kann während dieser Zeit bei uns untergestellt werden.
Ansonsten von Buenos Aires mit Bus oder Flugzeug nach San Juan. Die letzten 200 km weiter mit Bus oder falls gewünscht, Abholung. Von Santiago de Chile mit Bus nach Uspallata an der Hauptroute nach Mendoza. Dort werden Sie abgeholt und ins 100 km entfernte Barreal gebracht.
Preise:
Der jeweilige Preis wird zwischen Ihnen und Huarpes Expeditiones vereinbart. Unsere Leistung ist frei, preistreibende Agenturen sind ausgeschaltet. Nach Nennung von Tour, Teilnehmerzahl und evtl. besonderen Wünschen bekommen sie asap ein Angebot.
Sicherheit:
GPS und Satellitentelefon zur Kontaktaufnahme zur Gendarmerie vor Ort, erste Hilfe
Ausrüstung:
Zelt, Schlafsäcke (es kann in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen), Anorak, feste Hose, Poncho, Mütze gegen Sonne und Kälte, Sonnenschutzmittel, Schuhe mit glatter Sohle, um leicht aus den Steigbügeln zu kommen.