3 Jahre und 8 Monate waren Tanja und Bernhard „Kim“ Kiesow mit einem Toyota Landcruiser in Afrika unterwegs. Sie haben den Kontinent umrundet und dabei 33 afrikanische Länder besucht. 98.000 Kilometer haben die beiden zurückgelegt.

Im Interview beantworten sie Fragen über die Auswahl des Fahrzeugs, das Erlernen der Fahrtechnik, technische Probleme unterwegs und die Wiederinstandsetzung des Fahrzeugs nach der Rückkehr.

Fast 4 Jahre on the road – das erfordert sicher einiges an Vorbereitung. Das fängt schon mit der Fahrzeugauswahl an. Wie macht man so was?

Tanja Kiesow: Zuerst haben wir im Internet recherchiert, haben Websites von anderen Langzeitreisenden durchstöbert und mit manchen per Email Kontakt aufgenommen. Schon bald wurde klar: Für so eine Reise kann es nur ein Auto geben: Einen Toyota Landcruiser HZJ78L – DAS Auto für Afrika.

Zu dieser Zeit wurden in Deutschland genau zwei solcher Fahrzeuge angeboten: Das eine von Privat, das andere von Toms Fahrzeugtechnik. Der private Anbieter war etwas günstiger und das angebotene Auto weniger alt. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich aber: Bei Tom bekommen wir ein trotz des Alters fast neuwertiges Fahrzeug, sehr gepflegt und ohne einen Anflug von Rost. Zudem konnten wir das Auto bei Tom nach unseren Wünschen umbauen lassen. Dabei zeigte er sich sehr kulant: Teile, die wir nicht wollten, wurden ausgebaut und zum Neupreis vom Angebotspreis abgezogen, unsere individuellen Wünsche sehr kostengünstig realisiert. Dabei wurden wir jederzeit sehr kompetent beraten. So entstand ein Fahrzeug nach Maß zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

98.000 Kilometer Afrika – da ist man sicher nicht nur auf Autobahnen unterwegs. Da braucht man ein solides Fahrzeug. Aber das sollte man auch im Gelände beherrschen. Hattet ihr denn irgendwelche Vorerfahrungen?

Bernhard „Kim“ Kiesow: Drei Jahre vor unserem Start zu dieser Tour waren wir einmal für vier Wochen mit einem gemieteten Geländewagen in Namibia und Botswana unterwegs. Was wir da gelernt haben – das sollte sich später herausstellen – hatte aber wenig damit zu tun, was uns etwa in der Wüste im Sudan, in den Regenwäldern Gabuns oder bei der Nordumfahrung des Tschadsees erwartete.

Da zeigte sich wieder, dass wir mit dem Fahrzeug die richtige Wahl getroffen hatten – denn bei Toms Fahrzeugtechnik gibt’s alles aus einer Hand: Fahrzeuge, Equipment und Reisen. So haben wir uns zu Beginn unserer Tour einer geführten Reise ins südliche Tunesien angeschlossen, und dabei unter sachkundiger Anleitung von Tom unser Fahrzeug beherrschen gelernt.

Bei so einer Mammut-Tour lässt es sich nicht vermeiden, dass auch mal was kaputt geht am Fahrzeug. Seid ihr denn KFZ-Mechaniker?

Tanja Kiesow: Leider nicht. Kim ist Internist – das sind die Ärzte mit den zwei linken Händen –, und auch meine pädagogischen Fähigkeiten als gelernte Erzieherin sind bei einer Fahrzeugpanne nur von beschränktem Nutzen. Zum Glück hat sich unser Landcruiser als extrem zuverlässig erwiesen. Und hatten wir doch einmal ein Problem, war es oft sehr hilfreich, einen Profi als Joker im Ärmel zu haben: Meist hat uns Toms Rat per Telefon oder Email schnell weiter geholfen. In Marokko zum Beispiel stand unser Landcruiser mal einen ganzen Tag in einer Toyota-Werkstatt, nur um eine Diagnose zu stellen. Tom hat dieselbe Diagnose nach der Schilderung der Symptome in drei Minuten am Telefon gestellt und uns genaue Anweisungen gegeben, wie weiter zu verfahren ist.

Extreme Beanspruchungen, mangelhafte Wartung unterwegs. Habt ihr denn einen Schrotthaufen zurück nach Hause gebracht?

Bernhard „Kim“ Kiesow: Selbst ein Landcruiser übersteht so eine Tour natürlich nicht unbeschadet. Aber auch da hat uns Toms „Afrika-Rundum-Sorglos-Paket“ überzeugt. Probleme hatten wir zum Beispiel mit unserem Wassertank – den hat uns Tom kostenlos wieder instand gesetzt. Trotz Extremeinsatz 4 Jahre Garantie – wo gibt’s denn so was?

Wir bedanken uns bei Tanja und Kim für das Interview.